Create in Austria · genäht · kleidsam · Rums

White

Ich nähe ja erst seit relativ kurzer Zeit für mich (meine Nähanfänge mit Hosenrock!! und passendem Top aus Viskose in der 7. Klasse mal ausgenommen). Lange war das Klamottennähen auf Größen bis 116 beschränkt. Und nur aus Jersey. Irgendwann kamen dann die Kleider (für mich)… ab und dann mit mäßigem Erfolg was aus Webware und dann kam dann zu Beginn dieses Jahres die Tunika Cheyenne. Anfangs erstmal nur ein geplantes Projekt in meiner Mini-Garderobenliste (und ändern kann man ja Pläne allemal :-)). Aber sie wurde fertig und ich frage mich heute noch wie ich das geschafft habe (klick). Manchmal näht man ganz einfach über sich selbst heraus.

Seitdem lese ich viele Blogs mit anderen Augen. Habe ich früher vieles als „Sehr schön, aber leider für mich unnähbar“ angesehen, stelle ich mich jetzt die Frage „Warum nicht?“. Die Cheyenne Tunika stellt für mich eine Art Meilenstein dar. Wahrscheinlich wird das jetzt belächelt aber für mich ist das Verwandeln von wunderschöner Webwares in etwas noch schöneres tragbares wie ein kleines Wunder. Das jetzt sogar ich bewerkstelligen kann :-).

Als mir im Laden Korb&Papier dann dieser sommerliche Stoff mit kleinem Blumenmuster in die Hände fiel war es schnell klar… der wird eine weiße Cheyenne. Schon lange habe ich von einer sommerlichen, weißen Bluse geträumt. Und das wo doch weiß nicht so meine Farbe ist. Lieber dunkel, das ist flecken- ääähh kinderfreundlicher. Aber warum eigentlich nicht hell und freundlich? Die Kinder sind aus dem gröbsten raus und werden nicht mehr gehoppert, um schnell mal ihre schokigen Münder in die Schulter zu wischen. Ach… herrlich dass das vorbei geht :-). Und schon seit der sommerlichen UpcyclingBluse habe ich bemerkt, dass ich gerne auch mal was weißes trage.

Diesmal habe ich mich ans Schnittmuster gehalten, also normale Tunikalänge. Nur bei den Ärmeln habe ich eine Sparversion genäht: Tunnel mit Gummi drin. Für die Zwirnknöpfe habe ich beim letzten Ausflug in die große Stadt einen Abstecher in den Kurzwarenladen vom Beck am Rathauseck gemacht. Dort gibt es wirklich für alles einen Knopf.

Auf dem Foto trage ich ein schlammgrünes Top drunter. Für die Freitzeit mit Bikini drunter mag es so bissl durchscheinend gehen, aber für die Arbeit passt es mir mit Top besser. Und seit ich über den Blog von Elle Puls gestolpert bin beschäftige ich mich mehr mit Fragen zum eigenen Stil. In ihrer Community stellt sie regelmäßig die Frage nach dem Outfit mit Farbklammer (mehr Infos dazu hier). Bisher ist es mir schwergefallen einen bestimmten Farbton an zwei, drei Stellen meines Outfits auftauchen zu lassen. Aber Übung macht den Meister. Und obwohl ich -wie ihr wisst- eher blau als bunt bin lasse ich ab und zu ein bisschen Farbe in meinen Kleiderschrank. Seit kurzem und passend zu diesem Top ein Armband.

Selbstgemacht übrigens, mit 24 Fäden (kein Scherz!) und es gibt noch kompliziertere Muster auf Pinterest. Freundschaftsbänder knüpfen ist noch heute eine von mir geliebte Beschäftigung, auch wenn es nicht so TV-Tatort-freundlich ist wie stricken :-). Aber es gibt ja zum Glück auch den Tatort zum Anhören im BR.

Und das schöne daran, dass ich nicht mehr so auf Jersey festgelegt bin? Es gibt viel viel mehr zu nähen. Und wer eine Cheyenne geschafft hat, schafft alles (na ja… ein Brautkleid müsste es jetzt keins sein, aber ich bin ja schon verheiratet… so ein Glück!) :-).

Herzliche Grüße, desi*d

Verlinkt bei Create in Austria, Rums

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3 Kommentare zu „White

  1. Deine Bluse sieht klasse aus!
    Ich kann Dich gut verstehen – ich vernähe Jersey auch sehr gerne und habe mich so richtig an Webware auch noch nicht heran getraut. Hier liegt ein Windelstoff, der zu einer MaCalla – Bluse vernäht werden möchte – ich bin gespannt wie das klappen wird. Das wird dann für mich auch ein kleines Wunder werden.
    Deine Bluse würde ich auch sofort so anziehen – sie ist wirklich sehr sehr schön!
    Liebe Grüße,
    Anja

  2. Sehr schön sind deine neuen Werke aus Webware! Ich kann durchaus nachvollziehen, dass das für dich einen Meilenstein darstellt (… den ich leider noch nicht ganz überwunden habe *gg*)!
    Alles Liebe!
    Kerstin

    1. Keine Angst vor dem Meilenstein, es lohnt sich! Vielleicht findest du auch die „richtige“ Motivation für dich. Projekte im Netz gibt es ja genug :-). LG Désirée

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