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Zwischenstand Mini-Garderobe und eine Erkenntnis

Manche Sachen, die man anfängt, ziehen ungeahnte Kreise. Bloggen zum Beispiel. Angefangen zum Spaß, und hastdusnichtgesehen sind 6 Jahre rum. Oder dieses Capsule Wardrobe – Projekt, zu dem Miriam Anfang des Jahres aufgerufen hat. Meine Projekte bisher könnt Ihr Euch hier ansehen:

Esme Top

Malotty Shirt

Fleecejacke

Cheyenne Tunika

Esme Tunic

Jeansrock Kitti_B

Seit ich also mit meiner Mini-Garderobe beschäftigt bin fallen mir zwei Dinge auf:

1. Ich nähe viel ausgewählter. Nicht alles was mir gefällt landet auf meiner to-sew-Liste. Erst nach genauerer Überlegung: bin das wirklich ich?/passt das zu mir? fälle ich die Entscheidung. Was noch nicht unweigerlich zur Nähmaschine führt, denn erst braucht es einen passenden Stoff. Und das kann oft dauern. Der Stoff z. B. für ein Kleid muss sich auch auch einfügen in den bereits vorhandenen genähten und gekauften Inhalt meines Kleiderschranks.

2. Vieles, was ich mir selbst nähe/schon früher genäht habe ist blau. Und das wo ich doch jahrelang meist schwarze Klamotten gekauft habe! Ja, ich liebe blau an mir! Eigentlich ist es mir schon seit dem letzten Jahr ein kleines bisschen aufgefallen: blaues langes Kleid, blaues kurzes Kleid, blaues Jeanskleid

Manchmal braucht es den Wink mit dem Zaunpfahl…wie diese Woche an der Nähmaschine…

… da trug ich nämlich das oben erwähnte kurze blaue Kleid und war mit meinem neuesten Projekt für die Mini-Garderobe Tiel 7 beschäftigt. Wären nicht die eulenähnlichen Vögel würde man weder das Ende des Kleides noch den Anfang des Projekts sehen können, weil … genau… alles im selben blauen Ton…

3. Ich mag nicht viel (andere) Farbe an mir. Außer blau natürlich :-), aber das ist jetzt mein neues schwarz und zählt für mich nicht mehr so dazu. Farben also bitte nur sparsam dosieren, und am liebsten senfgelb. Wie bei Amelie oder der Fleecejacke. Erste Ausnahme für diese neue Regel ist mein Strickjackerl in senfgelb. Zweite Ausnahme: Leggings bitte nur in schwarz. Nach Versuchen mit petrol, grau und grün weiß ich es jetzt besser.

Und last but not least:

4. Es macht mir immer mehr Spaß für mich selbst zu nähen. Mit jedem Projekt werde ich ein bisschen mutiger. Bestes Beispiel: die Bluse Cheyenne. Habe ich doch noch am Anfang des Jahres gedacht es wäre doch wohl sehr sehr wagemutig dieses Modell in mein Vorhaben aufzunehmen ist inzwischen sogar schon Nr. 2 fertig!! Auch von nahtverdeckten Reißverschlüsse MIT Beleg/Futter lasse ich mich nicht mehr ins Boxhorn jagen.
Und nicht nur mutiger sondern auch wählerischer bin ich geworden. Wenn ich dann doch zu seltenen Gelegenheiten mal durch Bekleidungsgeschäfte gehe gefallen mir die meisten Sachen gar nicht und angesichts der oft miesen Qualität weiß ich jetzt: das kann ich besser!

Um blau und kleine Farbtupfer herum werde ich weiter an meiner Garderobe feilen. Wie gesagt, das Projekt für Juli ist fast fertig und ich hoffe, dass das Regenwetter bald wieder von dannen zieht, damit es auch sonnige Fotos damit geben wird.

Herzliche Grüße, desi*d

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3 Kommentare zu „Zwischenstand Mini-Garderobe und eine Erkenntnis

  1. Freut mich, dass dieses Projekt dir so gut tut!
    Seit meinem Auszug von zu Hause im letzten Sommer hat sich bei mir der Kleidungsstil auch geändert, weil ich mit dem neuen Lebensabschnitt nicht mehr das Gefühl hatte, dass ich den Erwartungen meiner Mitmenschen entsprechen muss. Seitdem liebe ich beispielsweise rote Kleidung und trage Blusen gerne.

    Deine Projekte gefallen mir übrigens alle wirklich gut… Und wenn ich endlich die Zeit hätte, würde ich so gern das Nähen üben, um mir auch mal Kleidung selbst machen zu können.

    Liebe Grüße

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