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Mit dem Stickzeug zum Kreativtreff – wer will mit?

Susanne von mamimade hat mich mit ihrer Patchspiration drauf gebracht. Zum ersten Mal überhaupt habe ich lust auf sticken bekommen. Mit der Hand. Ohne Maschine. Kein Witz.

Ich habe sofort an meine alte Jeans denken müssen. Wegen der vielen Löcher habe ich sie ausgemistet und bei der Gartenarbeit getragen. Sehr wehmütig, weil Schnitt, Farbe, Passform – einfach alles so gut gepasst hat. Aber dem Trend mit großen und kleinen Löchern herumzulaufen konnte ich noch nie wirklich viel abgewinnen. Also blieb nur der Garten.

Bis zu Susannes Post. Dann habe ich mich sofort durch Pinterest und die Welt des Shashiko geklickt. Wow, gebt das mal ein und staunt! Da war der Weg zur Sticknadel nicht mehr weit.

Wie von Susanne empfohlen habe ich die Seitennaht des ersten Hosenbeines aufgetrennt. Dann habe ich Stoffreste mit Hilfe von Vlisofix hinter das Loch gebügelt. Sprühkleber hält wahrscheintlich besser, aber ich wollte mir nicht extra eine Dose kaufen. Die weißen Querfäden habe ich weggeschnitten, damit man vom Stoff auch wirklich was sieht. Dann noch den Stickgarnvorrat von Muttern durchforstet und dann einfach mal Stich für Stich drauf los.

Die Stoffreste sind größer als das eigentliche Loch, weil der Jeansstoff drumherum schon recht dünn geworden ist und auch Verstärkung braucht. Zum Ausprobieren habe ich erstmal mit einem kleinen Loch knapp unter der Tasche begonnen. Und es ging ganz gut. Da die Jeans schon mehrere größere und kleinere Löcher hat gibt es noch viel Platz zum Ausprobieren. Für den Anfang habe ich einen Stoffrest im Ton der Jeans gewählt, nicht zu auffällig aber gerade noch so erkennbar.

Das tolle daran ist, das man nichts falsch machen kann. Mit Grauen erinnere ich mich an die Kreuzstickerei. Wo nicht nur vorne alles passen musste sondern auch noch die Rückseite (!!! Wen kümmert die schon????). Und hier habe ich einfach mal angefangen und geschaut was geht, was gefällt und zur Not kann man es leicht wieder auftrennen. Aber wer will schon perfekt sein? Es hatte schon einen Grund, dass ich seit mindestens 25 Jahren einen weiten Bogen um jede Stickerei gemacht habe. 🙂

Ob das jetzt wirlich Shashiko ist bezweifle ich mal, aber das ist ja nicht wichtig. Wichtiger ist, dass ich meine alte Jeans wieder für den Alltag jenseits der Gartenarbeit haben werde und es nebenbei schon ganz cool aussieht. Oder was meint Ihr?

Das Projekt war der perfekte Begleiter zum neuen Kreativtreff der AWO in Wolnzach. Seit letzter Woche jeden Dienstag von 9 bis 16 Uhr in der Mittelschule (außer in den Schulferien). Wer Lust hat vorbeizukommen ist herzlich willkommen. Ob mit Häkel- oder Stricknadel. Mit Nähmaschine oder Stickzeug. Ganz egal. Es braucht auch keine Anmeldung, einfach vorbeikommen. Vormittags, nachmittags, ganztags, wie ihr wollt :-). Der Treff ist offen für jeden und soll ein kreativer Ort sein für Austausch und Inspiration.

Noch lange sind nicht alle Löcher geflickt, aber es gibt ja noch viele Dienstage im Kreativ-Treff.

Herzliche Grüße, desi*d

Verlinkt bei Handmade on Tuesday und Create in Austria.

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4 Kommentare zu „Mit dem Stickzeug zum Kreativtreff – wer will mit?

  1. Toll, dass du das Sashiko aufgegriffen hast – ich finde den Effekt auch ganz super, den das macht! Es ist doch wirklich schade, wie vielen Frauen der Handarbeitsunterricht in der Schule das Handarbeiten – oder zumindest manche Techniken – verleidet hat… Schön, dass Du das wiederentedeckt hast! lg, Gabi

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