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Meine Mini-Garderobe Teil 4 {Garde-Robe Capsule}

Der Weg zum vierten Teil meiner Mini-Garderobe war ein weiter. Als ich über das Jahresprojekt Ich nähe mir meine Mini-Garderobe von Miriam von Brülläffchen gestolpert bin, habe ich ganz kurzfristig beschlossen, mitzumachen. Noch schneller war mein Entschluss, mir in der Kategorie „Hemd/Bluse“ eine Cheyenne Tunika zu nähen. All meine Bedenken, wie ich das bloß schaffen wollte habe ich kurz mal ignoriert und mir den Schnitt von Hey June via näh-connection gekauft.

Angesichts der vielen Seiten des Ebooks habe ich es erstmal weggepackt und beschlossen, dass erstmal der geeignete Stoff gefunden werden muss. Schneller als gedacht, ganz plötzlich habe ich bei Roly Poly (ich habe Euch in diesem Post über den tollen Laden berichtet) genau diesen Stoff gefunden. Natürlich war die ganze Sache riskant. Solch ein komplexes Nähprojekt und dann gleich mit einem teuren Stoff?
Aber das ganze erstmal mit einem billigen Stoff ausprobieren, der
a)  sich sicher nicht so gut vernähen lässt und
b) die ganze Arbeit nochmal mit dem richtigen notwendig macht?
Die Wahrscheinlichkeit, dass das ganze auf dem Stapel magicherstmalnimmersehen! landet, war zu groß. Also habe ich erstmal das Ebook von vorne bis hinten -und das immer wieder- durchgelesen. Mit der Zeit konnte ich mir meine Cheyenne besser vorstellen: Tunika-Länge mit halber Knopfleiste und 3/4-Ärmel. So waren schonmal viele Einzelschritte der Anleitung (für durchgehende Knopfleiste und Manschetten mit Knopf bei langen Ärmeln) für mich nicht relevant.

Der Stoff ist eine graue, mittelfeste Webware. Auf der Vorderseite mit Mini-Blumenmuster, innen uni. Für innen (Knopfleiste, Kragen und Passe) habe ich einen senfgelben Baumwollstoff gewählt, was ich mir aber hätte sparen können. Sieht ja eh keiner. Und die linke Seite des grauen Stoffes hätte auch prima gepasst. Aber egal. den grauen Rest vernähe ich einfach anderweitig. Alles in allem ein zeitloser Stoff für eine Tunika, die bei jeder Gelegenheit passt. Arbeit, Freizeit, jeder Anlass -ob traurig oder lustig- diese Cheyenne ist mit dabei.

Was dann folgte war Cheyenne in Häppchen: Kleine Schritte, angefangen bei Schnitt abpausen und verlängern…zuschneiden…und dann die Anleitung von vorne bis hinten den einzelnen Punkten nach abgearbeitet. Damit es kein Teil für die Tonne wird habe ich diese Minischritte wirklich für sich isoliert gemacht. Und ich muss auch zugeben, dass ich ewig dafür gebraucht habe. Es lag definitiv nicht an der Anleitung, sondern daran, dass diese Tunika schon gewissenhafte Arbeit verlangt, will man nicht, dass es nachher ein bisschen schepps aussieht.

Besonders der Ausschnitt und die Knopfleiste habe mich Nerven und Schweiß gekostet. Ich habe nämlich nicht nur übersehen, dass man auch die Knopfleiste verlängern muss, wenn man Vorder- und Rückenteil verlängert hat. Das ganze viel mir aber erst auf, als die eine Seite schon dran war…Auch der Stehkragen war an Fitzeligkeit auf einer Skala von 1 bis 5 bei 5+. Dann, bei der Anprobe habe ich bemerkt, dass die beiden Stehkragen nicht auf einer Höhe lagen…. Auf gut Glück habe ich einfach die oben liegende Knopfleiste aufgetrennt, und siehe da: eine Falte hatte sich hineingeschmuggelt. Zwar klein aber mit großer Wirkung. Als diese Schwierigkten ersteinmal gemeistert waren, war die Tunika schon so gut wie fertig. Die Ärmel mit Manschette und Knopf um die Ärmel auf halber Höhe fixieren zu können, waren ein Kinderspiel dagegen :-).

Mein Fazit: Es geht. Man kann Blusen selber nähen. Ob es wieder eine Cheyenne werden muss, weiß ich nicht, aber die Mühe war es Wert und dann kann eine zweite Bluse nicht mehr so schwer werden. Den Stoff dafür hätte ich schon…

Herzliche Grüße, desi*d

Schnitt: Cheyenne Tunika und Bluse von Hey June, auf deutsch von Näh-Connection
Stoffe: selbst gekauft bei Roly Poly
Verlinkt bei Brülläffchen, Rums und Create in Austria.

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12 Kommentare zu „Meine Mini-Garderobe Teil 4 {Garde-Robe Capsule}

  1. Eine wirklich schöne Cheyenne! Auch mit der gelben Passe etc. Ein wenig sieht man sie ja doch 🙂 Ich schleiche auch schon eine Weile um den Schnitt herum und mein Schrank ist voll mit Blusenstoffen, aber ich kann mich einfach nicht entscheiden, welche es werden soll 😦

    LG, Anni

  2. Super, dass du mit der Garderobe so gut voran kommst! Und was Cheyenne angeht, muss ich ja sagen, dass ich jeden Blogger bewundere, der sich eine genäht hat. Meine Fähigkeiten reichen für sowas beim besten Willen nicht, obwohl sie sooo hübsch ist.

    Um den Stoff hätte ich bei so einem Projekt viel zu viel Angst… aber auch ein Probeexemplar würde die ANgst nicht minimieren und mir höchstens die Lust nehmen, die echte Bluse erneut nähen zu müssen, weil ich dann ja weiß, welche Schritte mir keinen Spaß machen 😉

    Deine Bluse sieht echt toll aus – und ehrlich gesagt liebe ich das Senfgelb! Schade, dass man es nicht sieht – du solltest die Knopfleiste offen tragen 😉

    Liebe Grüße

  3. Super schön, deine Cheyenne. Mir gefällt der Stoff mit dem dezenten Muster total gut. Und der Kontast innen mit der Blende. Lunst ja doch immer wieder hervor… hab ich bei meiner ja auch gemacht. Ich mag so Details einfach.
    Liebe Grüße Miriam

    1. Danke! Die Details machen so ein hand made Teil nochmal irgendwie besonderer :-). Wie Dir, macht mir das Nähen dann noch mehr Spaß.
      LG Désirée

  4. Aber ja doch: den senfgelben Kontraststoff für die Blende sieht man sehr wohl hervorblitzen, und ich finde ihn wunderbar! Ah, voll schön. Ich glaube nicht, dass ich die Cheyenne nähen werde. Ich traue es mir schon zu, aber ich habe keine Lust mich mit dieser Anleitung herumzuschlagen, habe schon zu viel darüber gelesen. Gratuliere zum Ergebnis, und Deine Übersicht zur Garderobe finde ich ganz toll!! Lauter schöne und – wie es scheint – super zusammenpassende Stücke. Super! Freu mich auf die Fortsetzung. lg, Gabi

    1. Wie schon erwähnt hatte ich großen Respekt. Aber wenn man sich wirklich Zeit lässt und in Ruhe Schritt für Schritt macht ist es gut zu schaffen. Also trau Dir ruhig!
      LG Désirée

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