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Mittwochs mag ich… wissen was ich esse

Habt Ihr gestern zufällig auch die Sendung „Die Tricks der Lebensmittelindustrie“ im Zweiten gesehen? Mich gruselts noch immer, angesichts der offensichtlich unbegrenzten Möglichkeiten uns Verbrauchern vorzugaukeln, dass die gekauften Produkte frisch und ohne viele Zusätze wären. Wiedereinmal fühle ich mich darin bestätigt so gut wie ganz auf Fertigprodukte zu verzichten. Ab und zu gibts Tortellini, aber dann ist auch schon Schluss.
Wenn Ihr die Sendung nochmal sehen wollt hier gehts zur ZDF-Mediatek. Ich weiß leider nur nicht, wie lange der Beitrag dort zum Nachschauen bereit steht.

Wir haben zum Glück einen großen Gemüsegarten, der uns das ganze Jahr mit frischem oder eingefrorenem Obst und Gemüse versorgt. Meine Kinder essen jetzt gekochtes Gemüse nicht so mit der riesengroßen Begeisterung aber sie wissen wie es frisch geerntet schmeckt. Und haben jedes Mal wieder die Möglichkeit mitzuessen. Auch eine Tomatensauce aus dem Glas verweigern sie, weil die so anders ist als die aus den passierten Tomaten. Hier glaube ich fest an die Vorbildfunktion von uns Erwachsenen. Irgenwann…

Und weil es immer einen englischen Namen für alles geben muss, bin ich jetzt auch drauf gekommen, wie es heißt wenn man sich mit frischen, saisonalen Lebensmitteln ernährt und auch selber Brot backt: Clean Eating. Hört sich in meinen Ohren auch eher nach Labor als Garten an, aber egal. Es meint den Garten. A g´sunds Essen halt.

Deshalb möchte ich Euch heute eines meiner Lieblingsgerichte vorstellen. Na ja so ganz saisonal ist es nicht, unsere letzen Zucchini sind schon lange abgeerntet, aber der nächste Sommer kommt bestimmt….

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Tomatensauce a la Ratatouille
(für 3 bis 4 Personen)

Zutaten:
1 Knoblauchzehe, 1 kleine Zwiebel, 1 kleine Zucchini gewürfelt, 2-3 Karotten in dünne Scheiben geschnitten, 1/2 Aubergine gewüfelt, 1/2 gelbe oder orange Paprika gewüfelt,  1 Flasche Passata (oder Tomaten aus der Dose gehen auch), Salz und Pfeffer, Rosmarin/Thymian/Basilikum und Petersilie klein gehackt, etwas Wasser; gutes Olivenöl
(Ihr könnt natürlich Gemüse und Kräuter nach Lust und Laune variieren!)

Und so gehts:
Knoblauch und Zwiebel fein wüfeln und in ein paar Esslöffel Olivenöl andünsten. Das Gemüse und die Kräuter zufügen und ein paar Minuten mitdünsten. Die Tomaten hinzufügen, die Flasche/Dose mit ein bisschen Wasser ausschwemmen und ebenfalls dazuschütten. Alles gut umrühren und ca 45 Minuten leicht köcheln lassen.

Das wars schon! Je nach dem was ihr dazu essen wollt, Nudeln zubereiten und gemeinsam anrichten (Parmesan nicht vergessen!). Focaccia passt auch sehr gut oder einfach ohne alles. Die Sauce lässt sich auch gut ein paar Tage im Kühlschrank aufheben. Ich mache dann gleich immer eine größere Menge und bin dann ein paar Tage tomatensaucenglücklich :-).

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Ich wünsch Euch was! Lasst Euch das Essen nicht von der Industrie vermiesen, auf an den Herd heißt meine Devise :-). Das Leben ist zu kurz um schlechtes Essens zu essen.

Herzliche Grüße, desi*d

Verlinkt bei Froillein Pfau.

4 Kommentare zu „Mittwochs mag ich… wissen was ich esse

  1. Vielen Dank für noch eines deiner echt leckeren Rezepte- ich freue mich schon darauf es nachzukochen:-))
    Bin auch immer wieder erstaunt, dass (für mich) ganz normale Sachen, wie Lebensmittel anbauen, ernten, einkochen, einfrieren und dann Gerichte daraus kochen auf einmal zu einem neuen Trend ernannt werden und dann völlig IN sind!
    Liegt vielleicht an meinem Alter, ich bin ein Kind der 70er, da waren solche Dinge normal. Mal eine Portion Pommes- das war schon echt Luxus. Aber ich finde es gut sich wieder auf das ursprüngliche zu besinnen und …Hauptsache gesund!!
    Liebe Grüße,Sabine

    1. Liebe Sabine! Ich bin auch ein Kind der 70er, allerdings eine echte Stadtpflanze, die es erst vor zehn Jahren aufs Land verschlagen hat. Aber um „auf den Garten zu kommen“ ist es ja nie zu spät! Viel Spaß beim Kochen!
      Liebe Grüße, Désirée

  2. Hach, ich bin sogar ein Kind der 60er und komme zudem noch vom Bauernhof. Wir mussten jedes Jahr zu Ostern suchen, um 3-4 leere Konservendosen fürs Ostereierfärben zu finden. Bei uns wurde nämlich ALLES selbst angebaut oder frisch gekocht. Clean Eating original, sozusagen -)
    Danke für das leckere Rezept!
    LG Jutta

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